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News
Wochenbericht vom 13. bis 19. Dezember 1915
Nachricht
2015
Die Schlagzeilen:
- Britischer Freundschaftsvertrag mit Ibn Saud
- French tritt als Befehlshaber des BEF zurück. Nachfolger ist Douglas Haig
- Erster französischer Luftangriff bei Nacht



Montag den 13. Dezember 1915:
Seekrieg:
Adria: Der Vierte und letzte österreich-ungarische Tegetthott-Klassen-Dreadnought ‘Szent Istvan’ wird in Pola fertiggestellt.
Westfront:
Maas: Die Franzosen zerstören die letzte deutsche Pontonbrücke bei St. Mihiel.
Südfronten:
Serbien: Bulgarische Truppen besetzen Doiran und Gevgel.
Naher Osten:
Arabien: McMahon bittet Scherif Hussein in einem Brief um mehr Zeit, aber sendet schon einmal 20.000 Britische Pfund mit. Britischer Freundschaftsvertrag mit Ibn Saud.

Dienstag den 14. Dezember 1915:
Afrikanische Fronten:
Ostafrika: Trotz eines deutlichen Memorandums von Kriegsminister Kitchener, welches sich gegen eine Offensive ausspricht, wird diese vorbereitet. Die britischen Truppen werden am 16. Dezember in 2 Divisionen formiert.
Westfront:
Die Kommuniqués aus Paris und Berlin sind sich einig, dass es keine wichtigen Ereignisse gibt (nach The Times am 15. Dezember).
Südfronten:
Saloniki: Die Alliierten entscheiden sich für eine Verteidigungslinie vor Saloniki bis zu 23 km landeinwärts und beginnen mit der Arbeit am 16. Dezember.
Luftkrieg:
Nordsee: Ein Nieuport-Wasserflugzeug des britischen Royal Navy Air Service und ein deutsches Wasserflugzeug, welches versucht einen gestrandeten britische Dampfer zu bombardieren, schießen sich gegenseitig ab.

Mittwoch den 15. Dezember 1915:
Ostfront:
Der deutsche Kriegsminister hält sich in Hindenburgs Hauptquartier auf.
West-Russland: Russische Einbruchsversuche nördlich des See Drisviati (südlich von Dünaburg) zurückgeschlagen. Die Russen werden auch in der Nähe der Mündung der Beresina abgewehrt, aber eine deutsche Kolonne wird nördlich des Sees Miadzol am 19. Dezember zerschlagen.
Westfront:
Feldmarschall French tritt als Befehlshaber des BEF zurück. Sir Douglas Haig wird sein Nachfolger und erhält einen herzlichen Brief von König George V.
Südfronten:
Albanien: Die meisten Serben haben die Ebenen um Skutari, Podgovica und Elbasan erreicht. Französische Hilfslieferungen aus Brindisi beginnen einzutreffen. Die serbischen Truppen verfügen noch über 81 Geschütze, 179 MGs und 55.000 Gewehre.
Mittlerer Osten:
Persien: Eine türkische Division besetzt Kasr-i-Shirin Nähe der Grenze. Der russische General Baratov nimmt die Heiligen Stadt Kum am 20. Dezember. Gefechte mit feindlichen Truppen bei Asadabad, südwestlich von Hamadan am 25. Dezember.
Afrikanische Fronten:
Kamerun: Gouverneur Ebermaier und Oberst Zimmermann entscheiden, Jaunde heimlich zu evakuieren und sich südlich des Flusses Nyong zurückziziehen. Die Kolonialverwaltung verlegt nach Ebolowa bis zum 25. Dezember.

Donnerstag den 16. Dezember 1915:
Westfront:
Der französische Kriegsminister Gallieni bringt die Mängel in der Verteidigungsfähigkeit von Verdun zu Joffres Bewußtsein.
Flandern: Überfälle britischer Soldaten auf deutsche Schützengräben in der Nähe von Armentieres.
Seekrieg:
Das deutsche U-Boot U 24 (Schneider) läuft von Helgoland aus, um Truppentransporte bei der Einfahrt nach Le Havre abzufangen. Es versenkt 5 Schiffe mit 22,767 t in den südwestlichen ‘Approaches’ (Keltische See), muß aber wegen schwerer See wieder bis zum 4. Januar zurückkehren.

Freitag den 17. Dezember 1915:
Westfront:
Aktivität der Artillerie entlang der gesamten Front.
Artois: Deutscher Angriff mit Handgranaten über den Steinbrüchen nördlich von Loos.
Mittlerer Osten:
Großbritannien: Mark Sykes plädiert vor dem Kriegskomitee für eine Offensive von Ägypten aus und einer arabischen Revolte. Er befürchtet, daß der Sherif getötet werden könnte. Eine Annäherung der Standpunkte mit Paris wird vereinbart.
Afrikanische Fronten:
Kamerun: Britische Truppen besetzen Chang Mangas und halten dort bis zum 22. Dezember an, nachdem sie 11 Tage lang vorgestoßen waren.

Samstag den 18. Dezember 1915:
Westfront:
Flandern: Sir J. Frenchs Abschied vom BEF; er verlässt Frankreich am 21. Dezember. Der französische Oberbefehlshaber Joffre beklagt seine Abreise. Haig übernimmt das Kommando über das BEF am Mittag.
Afrikanische Fronten:
Kamerun: 1.100 Soldaten der französischen östlichen Kampfgruppe rücken langsam südlich von Lembe bis zum 28. Dezember vor. Cunliffe nimmt Ditam und Linte. Die französische südliche Kampfgruppe (ca. 1.000 Soldaten) erzwingt den Übergang über den Fluss Campo am 20. Dezember und nimmt Ambam am 31. Dezember.
Seekrieg:
Ostsee: Der deutsche Kreuzer Bremen und der Zerstörer V191 sinken durch russische Minen vor Windau (Kurland).
Östliches Mittelmeer: 2 französische Kreuzer treffen vor Syrien ein und der Kreuzer Foudre bei Dedegach um die türkischen bzw bulgarischen Küsten zu blockieren.
Luftkrieg:
Deutschland: Erster französischer Luftangriff bei Nacht, welcher den Bahnhof von Metz beschädigt.

Sonntag den 19. Dezember 1915:
Luftkrieg:
Westfront: 48 deutsch-alliierte Luftgefechte
Westfront:
Flandern: Die deutsche Armee führt Phosgengas ein, welches 10-mal tödlicher als Chlor ist. Erster Einsatz gegen die britischen Truppen bei Pilkem-Wieltje nördlich von Ypern, wo 1.069 Soldaten vergast werden (120 Tote), aber keine Panik wie erhofft ausbricht.
Seekrieg:
Dardanellen: 37 Motorboote oder als ‘Beetles’ (‘Käfer’) bezeichnete Fahrzeuge, helfen dem Geschwader der Royal Navy unter Keyes bei der abschließenden Evakuierung der Sulva– und Anzac-Brückenköpfe innerhalb einer einzigen Nacht vom 19. zum 20. Dezember. Die prophezeite Vernichtung tritt nicht ein und es gibt nur 3 Verwundete.
Neutrale:
Norwegen: Das ‘Friedensschiff’ Oscar II trifft ein und bleibt bis zum 22. Dezember, aber Ford verlässt das Schiff.

Kriegszeitung des XV. Armeekorps vom 15. Dezember 1915




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